Ja, alle Menschen haben Vorurteile. Zunächst ist hier zu erwähnen, dass der Mensch Vorurteile benötigt, um die Fülle an Information die Tag täglich auf ihn einprasseln zu verarbeiten. Die Bewertung dessen lernt er schon in früher Kindheit. Ob der Mensch seine Kategorien im Laufe des Lebens auch selbst hinterfragt, liegt allerdings an ihm selbst. 
Durch seine Sozialisation im Elternhaus, nahen Umgebung und eigenen Erfahrungen lernt der Mensch sein Bewertungsschema festzulegen.
Das kann man gut an diesen Bildern festmachen. Bei dem Bild links war der junge Mann 18 Jahre alt, es entstand 1976. Wohin gegen das Bild rechts 10 Jahre später entstand, auf dem Bild war der junge Mann 28 Jahre alt.
Das sich von den Bildern eventuelle Charaktereigenschaften ableiten lassen, ist reine Interpretationssache und entbehrt jeder Grundlage.
Auch das Lesen von irgendwelchen Seelenzuständen ist reine Interpretationssache und ist lediglich hinein interpretiert. Im Grunde wissen das viele Menschen, aber oftmals wird aus reiner Willkür gehandelt und geurteilt. Dabei spielt weniger der Verstand die Hauptrolle bei der Bewertung, sondern eher das Gefühlsleben des Menschen. Ob der bewertende Mensch seine Bewertungsmuster hinterfragt, liegt an seiner Intelligenz und an seinem Willen, welches von der emotionalen Intelligenz abhängig ist. 
Das es sich bei den Bildern um ein und dieselbe Person handelt, sieht man auf den ersten Blick nicht. Das zwischen dem ersten Bild oben links und dem vierten Bild unten rechts an Jahren 36 an der Zahl liegen, mag der eine oder andere kaum glauben. Diesen Bildern werden unterschiedliche Bewertungen zugeordnet, aus denen unterschiedliche Gefühlsreaktionen entstehen. So entsteht Sympathie und Antipathie.
Der gebildetere Mensch ist gewillt seine Bewertungen zu hinterfragen. Der ungebildete verharrt in seinen Vorurteilen und bewertet wie es ihm seine Gefühlswelt signalisiert.
Dabei ist nur zu hoffen, dass dieser Mensch in der Lage ist sich weiter zu entwickeln, denn ansonsten wird dieser die Erde in seinem armseligen Zustand verlassen. Der Mensch auf diesen Bildern hat nicht nur optisch eine rasante Veränderung erlebt. Allerdings sind Kleider auch “Uniformen”, wie ich es nenne, und fast jeder Mensch lässt sich von “Uniformen” in seiner Bewertung verführen.
Man mag behaupten, dass das Aussehen eine Aussage ist- ob man die Aussage auch recht versteht (verstehen will? -> Therapeut K., Saarbrücken) ist eine andere Sache. Und Charakter, naja. Vielleicht sollten ein paar Leute mal hier vorbeigucken und genauer lesen.
Wohl wahr!
Sich zu irren ist ja menschlich, aber auf dem Irrtum zu beharren teuflisch.
Ja, aber der falsche Stolz ist oft hinterlich sich das selbst einzugestehen.